Bildungsplan

uns_bildungsplan

Bildungsplan 2016

WAS IST NEU?

Die Realschule baut auf die in der Grundschule erworbenen Kenntnisse auf. Auch mit dem Bildungsplan 2016 bleibt die Realschule ein fundierter, eigenständiger Bildungsgang, der die Grundlage schafft für eine Beraufsausbildung (Lehre) mit erhöhten theoretischen Anforderungen und gehobenen Ansprüchen an Selbständigkeit und Leistungsbereitschaft und für den Besuch weiterführender Schulen zum Erwerb der Fachhochschulreife und des Abiturs (berufliches Gymnasium).

Klasse 5 und 6:

Neu sind die Fächer Geschichte, Geographie und der Fächerverbund Biologie, Naturphänomene und Technik (BNT). In der Klassenstufe 6 gibt es bereits die Möglichkeit, mit Französisch als Wahl-fach, die 2.Fremdsprache zu beginnen.

Klasse 7 und 8:

An der Realschule Kißlegg wird selbstverständlich mindestens auf dem mittleren Niveau gelernt, um den Realschulabschluss zu erlangen. Am Ende der 7.und 8.Klassenstufe wird in Einzelfällen neu entschieden, ob eine Schülerin oder ein Schüler im folgenden Schuljahr auf dem grundlegenden Niveau lernt und bewertet wird.

WAHLPFLICHTBEREICH: Besondere Stärken können die Schüler ab der 7.Klasse im Wahlpflichtbereich einbringen. Am Ende der 6.Klasse besteht die Möglichkeit ein weiteres Kernfach aus   drei Bereichen auszuwählen: Französisch (nur wenn es in der 6.Klasse besucht wurde) ,  Technik  und  Alltagskultur, Ernährung, Soziales (AES)

PROFIL AC:  Mit dem Assessment Center wollen wir die Schülerinnen und Schüler so gut wie möglich unterstützen bei der Entfaltung ihrer Stärken auf dem Weg in eine selbständige Zukunft, beim Erlernen der notwendigen Fertigkeiten, damit die Schüler in einer Ausbildung bestehen können und bei der Wahl des passenden Berufes.

Klasse 9 und 10:

BERUFSORIENTIERUNG:  Im Fach Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Berufen und Berufsfindung. Daran angeschlossen ist ein einwöchiges Praktikum in einem ausgewählten Betrieb. In wöchentlichen Sprechzeiten berät ein Berufsberater der Arbeitsagentur die Schülerinnen und Schüler.

ABSCHLUSS:  In der 10.Klasse streben die Schüler den Realschulabschluss an, lernen auf dem mittleren Niveau und absolvieren die RS-Abschlussprüfung. Mit dem Mathematik-Begabtenkurs auf erweitertem Niveau bereiten wir unsere Schüler gezielt auf die beruflichen Gymnasien vor, mit dem Ziel, über die Realschule die allgemeine Hochschulreife (Abitur) zu erwerben. Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die am Ende von Klasse 8 das mittlere Niveau nicht erreichen, werden in Klasse 9 auf die Hauptschulabschlussprüfung vorbereitet, die am Ende der 9.Klasse durchgeführt wird.

Bildungsplan 2004   (gilt noch für die Klassenstufen 7-10)

Profil:  Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA):  NWA zählt von Beginn an neben Deutsch, Englisch, und Mathematik zu den Hauptfächern. Nebenfächer sind Religion, Geschichte, EWG(Erdkunde-Wirtschaft-Gemeinschaftskunde), BK (Bildende Kunst), Musik und Sport.  In den Gebieten ITG (informationstechnische Grundkenntnisse) und ’Lernen lernen’ werden Tastaturschreiben und Office-Anwendungen am Computer vermittelt und die Grundlagen für Lernstrategien gelegt.

Der Geschichtsunterricht beginnt in Klasse 6. Ab Klasse 7 tritt bei Realschulen eine Besonderheit ein:

Profil:   Wahlpflichtfach ab Klasse 7:  Ab Klasse 7 ist ein Wahlpflichtbereich eingerichtet: Jede Schülerin und jeder Schüler wählt nach Neigung ein  weiteres Hauptfach:  Entweder Technik oder  Mensch und Umwelt oder Französisch. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit an Realschulen sind die

Profil:    Themenorientierte  Projekte   (TOPe) : Themenorientierte Projekte sind keine eigenständigen Fächer. Diese Projektthemen sind in verschiedene Fächer einer Klassenstufe integriert.

TOP Wirtschaften, Verwalten und Recht  (Kl.7)                                                                                                                                                                                                                                                                                    Die Schülerinnen und Schüler gewinnen in einem solchen Projekt exemplarisch Einsichten in die arbeitsteilige Wirtschaft, in Organisationsabläufe und Verwaltungstätigkeiten sowie in die zugehörigen rechtlichen Rahmenbedingungen.

TOP Soziales Engagement (Kl.8)                                                                                                                                                                                                                                                                         Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit Menschen zu wecken und zu fördern ist das Ziel dieses Projektes. Schüler erleben bei der Durchführung, dass sie als Person wichtig sind und ihr soziales Engagement gefragt ist.

TOP Berufsorientierung (Kl.9)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Der Berufsfindungsprozess und die Vorbereitung auf die Arbeitswelt haben an der Realschule einen hohen Stellenwert. Dabei liegt der Schwerpunkt in Klasse 9, in der alle Schülerinnen und Schüler unter anderem ein Betriebspraktikum absolvieren.

Der Bildungsplan 2004 der Realschule

Die Realschule begann bereits 1998 zusätzlich zu der bewährten zentralen Abschlussprüfung mit der Entwicklung und Erprobung zentraler Jahrgangs- und Diagnosearbeiten Ende der Klassen 6 und 8 auf freiwilliger Basis. Diese sind die Vorläufer der neuen Vergleichsarbeiten. Die gelungene Kombination von zeitgemäßen Inhalten und Lernformen wird im themenorientierten Projekt „Wirtschaften, Verwalten und Recht“ (WVR) deutlich. überfachliche Kompetenzen und Kommunikationsfähigkeit lernt man in projektorientierten Unterrichtsformen besser, zum Beispiel in den im Rahmen von WVR gegründeten Schülerfirmen. Von oben angestoßen und von den Schulen vor Ort entwickelt, hat sich WVR im Laufe von fünf Jahren an allen 459 Realschulen im Pflichtprogramm etabliert. Aus den hieraus gewonnenen positiven Erfahrungen wurde das Spektrum der Themenorientierten Projekte erweitert. Ab 2004/2005 gehören außerdem die themenorientierten Projekte „Technisches Arbeiten“ (TA, Klasse 5 und 6) und „Soziales Engagement“ (SE) zum obligatorischen Bildungsangebot der Realschule und sind wesentlicher Bestandteil ihres Profils. Die Berufsorientierung an der Realschule (BORS) wird ebenfalls zu einem themenorientierten Projekt ausgeweitet. Außerdem werden zwei Fächerverbünde neu geschaffen: NWA und EWG.

NWA = Fächerverbund naturwissenschaftliches Arbeiten

Das heißt Biologie, Chemie und Physik. Die Natur und unsere Lebenswelt sind so komplex, dass nur eine naturwissenschaftliche Grundbildung, also die Zusammenschau der biologischen, chemischen, physikalischen und teilweise auch technischen Aspekte den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, ein brauchbares Konzept von Natur zu entwickeln. Der naturwissenschaftlichen Grundbildung gelingt es damit, das (fachlich) Einzelne in seinem Bezug zum Ganzen verständlich zu machen.

EWG = Fächerverbund Erdkunde – Wirtschaftskunde – Gemeinschaftskunde

Der neue Fächerverbund Erdkunde, Wirtschaftkunde, Gemeinschaftskunde will neben diesen vernetzenden Aspekten auch die ökonomische Bildung stärker in den Vordergrund rücken. So sollen unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur zum vernetzten Denken angeleitet werden, sondern dies auch auf Alltagsituationen übertragen und anwenden können. Dies schließt eine positive Grundeinstellung zum Gemeinwesen, zu Politik und zu unternehmerischer Selbstständigkeit in der Wirtschaft mit ein. Dies gilt insbesondere für ein zusammenwachsendes Europa.

Bisherige Fächer der Realschule

Als traditionelle Fächer bleiben weiterhin Mathematik, die Fremdsprachen Englisch und Französisch, Sport, Geschichte (in Klasse 10 verbunden mit EWG) sowie Musik und Bildende Kunst als affine Fächer des musisch-künstlerischen Bereichs bestehen. Zu den Fremdsprachen: Die Anbindung an den Fremdsprachenunterricht der Grundschule wird den Ausbau des bilingualen Unterrichts und weiterer differenzierender Ansätze fördern. Die Weiterentwicklung der Fremdsprachen beschäftigt sich folgerichtig auch mit der Veränderung der Abschlussprüfung durch die Erprobung der neuen mündlichen überprüfung in Klasse 10, die vor allem die kommunikative Kompetenz der Schülerinnen und Schüler im Sinne des zusammenwachsenden Europas fördern will (EuroKom).

Mensch und Umwelt

Das Fach Mensch und Umwelt (MUM) umfasst ausgehend vom privaten Haushalt die Themenbereiche Ernährung, Kleiden, Wohnen, Wirtschaften und Soziales. Technik Gerade weil Jugendliche heute in nahezu allen Lebensbereichen von der Technik umgeben und betroffen sind, müssen sie zum Beispiel technische Entwicklungen oder Objekte bewerten, sie auswählen und über sie entscheiden oder technische Objekte in Betrieb nehmen, sie gebrauchen und bedienen, sie warten, pflegen und instand setzen.

Informationstechnik

Durch den verstärkten Einsatz der Informationstechnik an den Schulen und deren Integration in die Fächer wird der Unterricht verändert. Neue Werkzeuge ermöglichen selbstständigere Arbeitsformen, fordern diese aber auch verstärkt ein. Ob als Werk- oder Lernzeug, als Mittel zur Informationsbeschaffung oder zur zeit- und ortsversetzten Kooperation – die Informationstechnik kann die Anschauung komplexer Inhalte erleichtern, die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern und einen differenzierten und schülerorientierten Unterricht unterstützen. Diesen Möglichkeiten und dem Auftrag, Medienkompetenz zu vermitteln, darf sich Schule nicht verschließen.

Prinzipien der Unterrichtsgestaltung

Die Schülerinnen und Schüler erwerben an den im Vordergrund stehenden fachlichen Inhalten nicht nur Kenntnisse über die „Welt“. Sie erwerben darüber hinaus im Unterricht durch mehr und mehr selbstständiges Handeln, durch übernahme von Verantwortung für den eigenen Lernprozess vielfältige Fertigkeiten und Kompetenzen in fachlicher, personaler, sozialer und methodischer Hinsicht. Dabei geht es vor allem in den Fächerverbünden um entdeckendes und gleichzeitig exemplarisches Lernen, das für die Zukunftsfähigkeit der Schülerinnen von großer Bedeutung ist. Die Themenorientierten Projekte bieten die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten nachhaltig werden zu lassen und sich damit auf die Berufausbildung und/oder die weiterführenden Schulen vorzubereiten.

Leistungsmessung

Die Bildungsreform führt auch zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung in der Leistungsmessung. In den Klassenstufen 6 und 8 erfolgt diese unter anderen über zentral gestellte Vergleichsarbeiten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden in die Weiterentwicklung der Realschul-Abschlussprüfung einbezogen. Neben der bisherigen schriftlichen Prüfung in Deutsch, der Pflichtfremdsprache und Mathematik werden in Zukunft die Fächerverbünde Naturwissenschaftliches Arbeiten (NWA) und Erdkunde-Wirtschaftskunde-Gemeinschaftskunde (EWG) ebenfalls zentral geprüft. Darüber hinaus wird jeweils eine mündliche Prüfung im Wahlpflichtbereich sowie einem Neigungsfach durchgeführt. Die Prüfung im Wahlpflichtbereich kann dabei auf einer zuvor erstellten Jahresarbeit basieren.

Themenorientierte Projekte

Die Themenorientierten Projekte ermöglichen die öffnung von Schule in besonderer Weise. Das Einbeziehen von Realien sowie der Umgang mit Realsituationen stärken die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit der Realschule und ihrer Region. Kern der Themenorientierten Projekte ist die Prozessorientierung, das heißt, Schülerinnen und Schüler werden in den Unterrichtsprozess eingebunden. Planung, Durchführung, Präsentation und Reflexion sind nicht nur Mittel, sondern auch Ziel der Arbeit. Die komplexe Aufgabenstellungen in Projekten sind nicht durch Standardlösungen zu bewältigen. Deshalb lernen Schülerinnen und Schüler im Projekt Alternativen zu entwickeln und lösungsorientierte Vorgehensweisen zu planen und durchzuführen. Das Lernen und Anwenden von Techniken zur Förderung von Kreativität unterstützt die Projektplanung und Durchführung. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler ermutigt, eigene Denkpfade zu verlassen und in neue Richtungen zu denken.